Name: Pfau

Lateinischer Name: Pavo
Klasse: Vögel
Größe: 2m (Kopf-Rumpf-Länge)
Gewicht: ca. 2 – 6,5kg
Alter: 10 – 30 Jahre
Aussehen: blau-grün-goldenes Federkleid
Geschlechtsdimorphismus: Ja
Ernährungstyp: vorwiegend Pflanzenfresser (herbivor)
Nahrung: Blüten, Früchte, Insekten, Sämereien, kleine Wirbeltiere
Verbreitung: Asien
ursprüngliche Herkunft: Indien
Schlaf-Wach-Rhythmus: tag- und dämmerungsaktiv
Lebensraum: dichte Wälder
natürliche Feinde: Großkatzen (Leopard und Tiger)
Geschlechtsreife: etwa ab dem dritten Lebensjahr
Paarungszeit: ?
Brutzeit: ca. 28 Tage
Gelegegröße: 4 – 8 Eier
Sozialverhalten: Familienverband
Vom Aussterben bedroht: Nein

 

  • Der Pfau stammt ursprünglich aus den Ländern des indischen Subkontinents, wo er in der Nähe von Wasserstellen im tiefen Dschungel lebt und sich von Früchten, Blüten, Samen, Insekten und kleinen Wirbeltieren ernährt. Seit mehreren tausend Jahren ist er auch in vielen anderen Ländern und Klimazonen weltweit heimisch.
  • Der Pfau beschreibt mehrere Gattungen von Fasanartigen, deren männlichen Exemplaren als auffälligstes Merkmal den Federschwanz gemeinsam haben.
  • Der zur Familie der Hühnervögel gezählte Pfau ist ein äußerst standortbezogener und zutraulicher Vogel, der in vielen Ländern von den Menschen gerne als Haustier gehalten wird. Auch in Afrika und Europa leben Pfauen heute in vielen Gärten und öffentlichen Parkanlagen.
  • In tropischen und subtropischen Ländern ist der Pfau ein sehr beliebter Vogel, da er sich unter anderem von jungen Schlangen ernährt.
  • Durch Domestizierung und Züchtungsbestrebungen entstanden im Laufe der Jahrhunderte mit dem Weißen Pfau und dem Schwarzflügelpfau zwei Unterarten, die sich nur durch die Farbe des Gefieders vom Asiatischen Pfau unterscheiden.
  • Das hohe Gewicht der Federnschleppe macht es männlichen Exemplaren schwer, sich durch Fliegen fortzubewegen. Im Falle von Gefahr können Pfauen ihre Flügel nur benutzen, um sich fluchtartig auf einen Baum oder ins Gebüsch zu retten oder sich für kurze Zeit in die Luft zu erheben.
  • Der schillernde Effekt und die starke Leuchtkraft des Gefieders entstehen nicht durch Farbpigmente, sondern durch eine dünne Schicht von Interferenzfarbe. Dabei handelt es sich um weißes Licht, das durch optische Reflexion farbig erscheint und in winzigen Luftkammern in den Federn eingeschlossen ist. Hätte der Pfau nicht diese Luftkammern, erschiene sein Gefieder dunkelgrau.
  • Die prachtvollen Schmuckfedern am Schwanz des männlichen Pfaus, die je nach Lichteinfall in Blau, Grün oder Gold schillern und große irisierende Augenflecken besitzen, bilden eine Schleppe, die bis zu eineinhalb Meter lang werden kann. Der Pfau schlägt die Oberschwanzdeckfedern zu einem Rad auf, um Weibchen bei der Balz anzulocken oder Feinde abzuschrecken.
  • Als polygamer Vogel begattet der männliche Pfau während seiner ausgiebigen, mehrere Monate dauernden Balzzeit mehrere Hennen, die sich um ihr Gelege und die Aufzucht der Jungen anschließend alleine kümmern.
  • Der Schwanz des männlichen Pfaus macht etwa drei Viertel der gesamten Körperlänge dieses Vogels aus.
  • Wenn das Rad, das die Fressfeinde durch das bedrohliche Aussehen der vielen Augen abschrecken soll, nicht den gewünschten Effekt zeigt, bewegt der männliche Pfau seine Schwanzfedern so schnell auf und ab, dass sich ein lautes Rasselgeräusch ergibt.
  • Der Pfau ist ein sehr sensibler, mit einem hochentwickelten Gehör und Geruchssinn ausgestatteter Vogel, der Gefahren durch Fressfeinde und die Entstehung von Unwettern frühzeitig erkennt und Artgenossen durch einen lauten und durchdringenden Schrei warnt.

Quellenangabe hier klicken